Lösungsvorschläge - Forderungskatalog

Natürlich wissen wir genau was wir erreichen wollen. Aus vielen Gesprächen mit Anwohnern, Bürgern, Politikern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Verwaltungsapparaten hat sich ein Katalog an "Forderungen" ergeben. Bitte vergegenwärtigen Sie sich immer wieder, dass wir nicht etwa unangemessene kleinliche Begehrlichkeiten befriedigt haben möchten.

Wir fordern nur die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in Bezug auf Umweltgifte und Lärmbelästigung!!!! 

Lösungsvorschläge - Forderungskatalog - kurzfristig realisierbar

Ludenberger Straße – Forderungskatalog

Aufgrund der extremen Verkehrssituation der Ludenberger Strasse – insbesondere auf dem Abschnitt zwischen Staufenplatz und Pöhlenweg – sind DRINGEND Maßnahmen erforderlich wegen der Überschreitung der Grenzwerte bei Feinstaub (35 Grenzwertüberschreitung wird im Herbst 2005 erreicht), NOX, NO2 und vor allem wegen der LÄRMBELASTUNG.

Kurzfristig (umgehend realisierbar)

  • Sperrung für Schwerlastverkehr (Lärm, Feinstaub, ERSCHÜTTERUNGEN) 
  • Fortführung der 40/kmh Zone bis Staufenplatz (von Pöhlenweg bis Staufenplatz) 
  • Geschwindigkeitskontrollen (stationäre Lösung) Starenkästen. Allerdings geht es nicht in erster Linie um Sanktionen oder gar "Rache" an den Autofahrern. Alternativ würden  auch einfache Hinweisschilder "Achtung Geschwindigkeitskontrolle" in Kombination mit Geschwindikeitsinformations-Systemen genügen. So ist jeder "gewarnt" und kann selbst entscheiden, ob er ein "Ticket" durch mobile Kontrollen riskieren möchte.


 

Mittelfristig ( im Rahmen des/der Aktionspläne)

  • Reduktion des Verkehrsaufkommens 

Langfristig

  • Tunnel (vom Staufenplatz ausgehend) 

Die einzig verfünftige "nachhaltig" wirksame Lösung ist, einen Tunnel vom Staufenplatz bis zur Bergischen Landstrasse zu bauen. Nur so kann das steigende Verkehrsaufkommen wirksam/nachhaltig  "kanalisiert" werden. Der Verkehr fliesst ungestört durch Ampeln und regelmäßige Staus UND die Umweltprobleme (Feinstaub, Lärm, NO2) werden ebenso nachhaltig gelöst. 


CDU Ratsfraktion BV 7

So stellt sich die CDU Ratsfraktion auf ihrer Homepage vor: "Die CDU-Fraktion ist traditionell die stärkste Kraft in unserem Stadtbezirk und stellt daher auch den Bezirksvorsteher. Durch ihre verlässliche und erfolgreiche Arbeit, die sie zusammen mit Ober­bürgermeister Erwin und der CDU-Ratsfraktion durchführt, ist sie ein Garant für eine bürgernahe Politik zum Wohle unseres Stadtbezirks."

Dann bitten wir doch einmal höflich darum, OB Joachim Erwin mitzuteilen, dass er sein Augenmerk auch einmal auf die "Tunnellösung" richtet.

Beschluss BV7 Geschwindigkeitskontrollen

Sitzung vom 26.4.2005

"TOP 20 Geschwindigkeitsmessungen auf der Ludenberger Straße
- Antrag der CDU-Fraktion -  Vorlage 177 77/2005 -
Beschluss: einstimmig
Die Bezirksvertretung bittet die Verwaltung im unteren Bereich der Ludenberger Straße zwischen den Kreuzungen Pöhlenweg und Ernst-Poensgen-Allee, Geschwindig-keitskontrollen durch den Radarwagen der Stadt Düsseldorf durchführen zu lassen, besonders in den frühen Morgen- und späten Abendstunden."

Selten erlebt man so deutlich die Wirkungungslosigkeit eines "Beschlusses". Wie uns OB Joachim Erwin ja schon in seinem Schreiben wissen lies, werden auf der "Ludenberger-Strasse" regelmäßig   Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Komisch ist nur, dass wir davon gar nichts bemerken.  

Lösungsvorschläge - Detailfassung - Stand August 2005

Ludenberger Straße – Anwohnerforderungen zum Aktionsplan
Maßnahmenkatalog zur Reduktion der extremen Schadstoff- und Lärmbelastung (Feinstaub PM10, NO², NOx. Lärm)

Kurzfristige Maßnahmen:
1. Sperrung für LKW ab 7,5 t Gesamtgewicht
2. Sperrung der nicht schienenbelegten Fahrbahnen außerhalb der Rush-Hour (Nachts und am Wochenende)
3. Einseitige Verkehrsführung (Einbahnstraße) außerhalb der Rush-Hour (Nachts und am Wochenende); ggf. auf Teilstücke zu begrenzen wie z.B. auf den oberen Teil der Ludenberger Straße (Pöhlenweg bis Benderstraße)
4. Fortführung der 40 km/h Zone auf das untere Teil der Ludenberger Straße (Staufenplatz bis Pöhlenweg)
5. Kontinuierliche und stetige Geschwindigkeitskontrollen, am besten mit sog. „Starenkästen“:
· Für KFZ, LKW sowie insbesondere auch für Straßenbahnen
· in beiden Richtungen
· insbesondere auf dem unteren Teil der Ludenberger Straße (Staufenplatz bis Pöhlenweg), aufgrund der Doppelbelastung – 4 Fahrbahnen
6. Kontinuierliche und stetige Kontrolle der Einhaltung der Ampelsignale
7. Grüne Ampelphase für Fußgänger leicht erhöhen
8. Verkehrsquerung (Zebrastreifen) in Höhe der Haltestelle „Auf der Hardt“
9. Sanierung der Schiene und der Straßenobenfläche (erfolgt bereits im Juli 05 im oberen Teil der Ludenberger Straße. Weiterhin wurde im unteren Teil die Schienen geschliffen, was voraussichtlich ebenfalls lärm- und vibrationsmindern wirkt)
10. Leitsysteme für überregionalen Verkehr
11. Einsatz von erdgasbetriebenen Bussen im betroffenen Gebiet
12. Erstellung eines Radweges parallel zur Ludenberger Straße
13. Umwandlung des vorhanden Bolzplatzes in Parkplätze
14. Vibrationsmessungen bei Anrainerhäusern
15. Schadstoffmessung hinter den Anrainerhäusern (der Fahrbahnseite abgewandte Häusenfront) insbesondere von Feinstaub PM10
16. Subventionsprogramm für Schallschutzfenster evtl. Zuschuss

Mittelfristige Maßnahmen:
1. Unterirdische Verkehrsführung von PKW/LKW sowie der Straßenbahn/U-Bahn (Tunnellösung)

Feinstaub in Stuttgart - Aktionsplan

 "Die Diskussion um die Belastung mit Feinstaub hat die Landeshauptstadt schon relativ frühin diesem Jahr erreicht: Mitte März war der Grenzwert von 50 mg/m³ Luft an der Messstation Neckartor bereits mehr als 35 Mal überschritten worden. Daraufhin hatten zwei Anwohner das Land verklagt und die Erstellung eines Aktionsplans zur Luftreinhaltung gefordert. Das Verwaltungsgericht Stuttgart gab der Klage statt. In der Urteilsbegründung erkannte es den betroffenen Anwohnern einen Anspruch auf Rechtsschutz zu. Das Regierungspräsidium kündigte an, in Berufung zu gehen.
Die gegenwärtige Feinstaub-Debatte fokussiert den Blick allerdings viel zu stark auf die Partikelproblematik. Dies wurde auf einer Veranstaltung des KURS (KompetenzzentrumUmweltschutz in der Region Stuttgart) am 6.6.2005 in Stuttgart klar. Der jetzt auch vom Gericht geforderte Aktionsplan befindet sich bereits seit Mitte 2004 in Arbeit und steht kurzvor der Fertigstellung. Auslöser für die Erstellung des Aktionsplans war die Überschreitungder NO2-Grenzwerte in 2004 an vielen den Messstationen, an denen jetzt auch die Grenzwerte für Feinstaub überschritten werden. Damit wird deutlich, dass eine isolierte Bekämpfung von Feinstaub zu kurz greift – Partikelfilter und Straßenreinigung ändern nichts an zu hohen NO2-Konzentrationen. Ein ganzheitlicher Ansatz ist erforderlich. Eine wichtige Ursache sowohl bei Feinstaub, als auch bei NO2 ist der Straßenverkehr, insbesondere LKW und Busse sind zu 60 % an der NO2-Belastung beteiligt. Zudem haben durch den billigen PKW-Kraftstoff auch Diesel-PKW in den letzten Jahren ganz erheblich an Popularität gewonnen. Diese erreichen jedoch wesentlich schlechtere Abgaswerte als Benziner. Die „Verdieselung“ der PKW-Flotte verschärft die Problematik also. Es wird erwartet, dass ein Entwurf des Aktionsplans noch im Juni 2005 durch das Regierungspräsidium veröffentlicht wird. Maßnahmen werden dabei vor allem auf die Verringerung des Fahrzeugaufkommens an den besonders betroffenen Streckenabschnitten abzielen. So wurde beispielsweise bekannt, dass in einem Modellversuch die Durchgangsstraße von Pleidelsheim (auch hier waren die Grenzwerte überschritten worden)im kommenden Winter für LKW ab 3,5 t gesperrt werden soll."